Zukunft gewinnen - Wirtschaft im Dialog...

...hieß es im kulturWERKwissen

„Zukunft gewinnen“ war die Devise des Wirtschaftsdialoges mit Unternehmern und Entscheidern aus dem Norden von Rheinland-Pfalz sowie aus den angrenzenden Regionen Nordrhein-Westfalens - dem Oberbergischen und dem Rhein-Sieg-Kreis sowie aus Südwestfalen - in Wissen. Eines der Top-Themen bei der Veranstaltung des regionalen Forums Pro AK: die Eurokrise. Karl Lamers, Europa-Vordenker der CDU und ehemals außenpolitischer Kopf der Unionsfraktion im Deutschen Bundestag, plädierte für unangenehme Wahrheiten: Natürlich hätten „die Griechen Mist gemacht.“ Gleichwohl werde ihre stabilitätspolitische Disziplinlosigkeit erst moniert, nachdem andere davon profitiert hätten. Die nicht stabilitätsorientierte Politik einiger Länder müsse korrigiert werden, wobei er Souveränitätsverzichte der Nationalstaaten und neue Institutionen für denkbar hält.

Trotz Eurokrise und Börsenkapriolen rechnet REWE-Vorstand Josef Sanktjohanser, zugleich Präsident des Handelsverbandes Deutschland (HDE), vorerst nicht mit Konsum-Einbrüchen. Mit Matthias Willenbacher beleuchtete einer der erfolgreichsten Unternehmer der Branche die Energiewende. Der Mitgründer und Vorstand der juwi Gruppe ist mit Blick auf den wachsenden Energiebedarf in China und Indien sowie der steten Verknappung und Verteuerung fossiler Brennstoffe überzeugt: „Solarenergie wird der Energieträger Nummer eins weltweit.“ 

Während Ulrich Adams von der Deutschen Telekom die Breitbandproblematik abseits der Ballungsgebiete verdeutlichte, ging Medienberater und Ex-VW-Vorstand Klaus Kocks mit der Entmündigung des Verbrauchers durch den Verbraucherschutz ins Gericht. BDA-Hauptgeschäftsführer Reinhard Göhner beschrieb eine „neue Kultur der Tarifpartnerschaft“, die auf Gewerkschaftsseite die Einsicht gezeitigt habe, dass Lohnsteigerungen Produktivitätssteigerungen bedingen. Außerdem auf der Rednerliste: Mahmoud Salehi, CEO und Geschäftsführer der Steuler-KCH GmbH in Siershahn, Dr. Markus Schulte, Generaldirektion Wirtschaft und Finanzen der Europäischen Kommission, Brüssel, sowie Professor Thomas Fehrmann von der Fachhochschule der Bundesbank in Hachenburg.

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