EU-Kommissar pocht auf europäische Energiepolitik

Günther H. Oettinger sprach in Altenkirchen

EU-Kommissar Günther H. Oettinger sprach in Altenkirchen
EU-Kommissar Günther H. Oettinger sprach in Altenkirchen (Foto: H.-G. Augst)

„Energie braucht europäische Lösungen, Energie braucht große und kleine Lösungen und Energie braucht deutsche Ingenieurskompetenz.“ Günther H. Oettinger, bis Anfang September als Vizepräsident und Kommissar der Europäischen Union zuständig für das Ressort Energie, machte beim „marienthaler forum“ in Altenkirchen deutlich, dass das einzelstaatliche Klein-Klein in der Energiepolitik Europa nicht weiterbringt. „Wenn 28 Länder jeweils eigene Energiestrategien verfolgen, bleibt das relativ erfolglos“, so der Politiker bei der Veranstaltung in Kooperation mit der IHK und der heimischen Westerwald Bank. 

Der Strombedarf wachse weltweit, und das sowohl im privaten wie im gewerblich-industriellen Bereich. In 35 Jahre werde er sich versechsfachen. Das müsse auch Auswirkungen auf die Stromnetze, deren hochkomplexen Betrieb und deren Qualität haben, wobei Oettinger dem Rückkauf der Netze durch die Kommunen nicht nur Positives abgewinnt. Die Zahl der Verbraucher und Eigentümer nähere sich an. Für die kommenden Jahre rechnet er mit einem Anstieg des Strompreises.

Lobend hatte sich der ehemalige Ministerpräsident von Baden-Württemberg zuvor über die deutsche Wirtschaft geäußert. Ungezählte Unternehmen aus Handwerk, Industrie und Dienstleistung, vor allem aus dem Mittelstand, sind für ihn Garanten für den ökonomischen Erfolg Deutschlands und seinen Arbeitsmarkt. Damit das so bleibt, forderte er Investitionen in Verkehrs- und Kommunikationsinfrastruktur, in Bildung, und schließlich auch in eine „kluge Energiestrategie“.

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